Heiligtümer/Haushalte

Die Forschungsachse C beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Verflechtungen und Funktionen sakraler Institutionen, wie Tempel, Heilkulte oder Pilgerheiligtümer. Deren Ressourcen an Ländereien, Arbeitskräften, Monopolen, ihre Produktion und Konsumption von Opfern und Weihgaben sowie ihre Einflüsse auf die Gesamtwirtschaft werden zumeist unterschätzt. Daher werden hier sowohl die wirtschaftliche Organisation von Kulten und deren ökonomische Prozesse als auch die Rolle von Kultorten für die Wirtschaftsstruktur antiker Gesellschaften untersucht. Der Rahmen der einzelnen Forschungsprojekte erstreckt sich von etruskischen und ägyptischen Heiligtümern des 8. bis 5. Jhs. v. Chr. über griechische Heilkulte in hellenistisch-römischer Zeit bis zum Pilgerwesen im Byzantinischen Reich und dem modernen Indien.

Henrike_BackhausEconomic Structures and Processes in Early Bronze Age City-States. A Household-Centered Perspective.
Henrike Backhaus
Economic systems of daily life in Classic Maya society: A household based approach
Els Barnard
Etruskische Heiligtümer des 8.–5. Jhs. v. Chr. als Wirtschaftsräume und Konsumptionsorte von Keramik
Robinson Krämer
Exploring connectivities in Southern Italy between the fall of the Roman Empire and the rise of the Church (AD 0-1000).
Luigi Pinchetti

Haus und Familie im Hellenismus (Arbeitstitel)
Ulf-Henning Willée

Heilung und ihr Preis – Ökonomie der Asklepios-Heiligtümer
Franziska Weise
The Divine as a Resource: A Ritual Economy Approach to Nabakalebara and Ratha Yatra (Puri, Odisha)
Cora Gäbel
Unlocking Sacred Landscapes: Cypriot Sanctuaries as Economic Units
Dr. Giorgos Papantoniou
Wirtschaftliche Aspekte des byzantinischen Pilgerwesens
Max Ritter

Wirtschaftsmentalitäten in Ägypten und Babylonien des ersten Jahrtausends v. Chr.
Dr. Alexander Schütze