Workshop „Pflanzenproduktion in den gemäßigten Breiten Eurasiens am Beispiel Bodensee“

Pflanzliche Biomasse bildet die biotische Grundlage jeder Wirtschaft. Mit dem Beginn der bäuerlichen Wirtschaft bedeutet dies immer auch die Manipulation der Rahmenbedingungen der Pflanzenproduktion: Die Landschaft wird umgestaltet, der Mensch greift in die Pflanzengenetik ein. Unter den Bedingungen der gemäßigten Zone bedeutet dies, dass Steppenpflanzen aus dem Vorderen Orient eingeführt und zunächst auf äolischen, damit weitgehend steppenähnlichen Böden kultiviert werden. Späterhin entwickeln sich auch Betriebsformen auf minderproduktiven Flächen. Gleichzeitig schreitet die holozäne Grundsukzession voran, auch sind Pflanzen- und Tierproduktion systemisch verschränkt – zunehmend entstehen komplexe Betriebsformen.

Der Workshop verfolgte drei Ziele:
1.  Vermittlung basaler Kenntnisse der Archäobotanik und Vegetationsgeschichte
2.  Einblick in die mitteleuropäische Feuchtbodenarchäologie des Neolithikums, der Bronze- und Eisenzeit
3.  Diskussionsmöglichkeiten mit Vegetationsgeschichtlern und Archäobotanikern für die Mitglieder des Graduiertenkollegs

 

               

 

 

 

 

  • Datum/Zeit: 22.07.2015 - 24.07.2015, Ganztägig


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