Workshop zu „Wirtschaftsstrukturen in Pompeji und Herculaneum“ in Pompeji

Vom 07. – 12. April 2015 führte das Graduiertenkolleg 1878 ‚Archäologie vormoderner Wirtschaftsräume‘ einen Workshop zum Thema „Wirtschaftsstrukturen in Pompeji und Herculaneum“ durch. Anhand der römischen Kulturlandschaft Kampanien wurden zahlreiche Aspekte städtischer, regionaler und überregionaler Wirtschaftsprozesse diskutiert und direkt vor Ort nachvollzogen.
Dabei ging es zunächst vor allem um produzierende Gewerbe, wie Gerbereien, Färbereien, Bäckereien und Töpferei-Betriebe. Ebenso wurden agrarökonomische Aspekte, wie Obstplantagen, der Weinanbau und Weinpressen angesprochen. Ein zweiter zentraler Themenkomplex betraf die städtischen Organisationen von Pompeji und Herculaneum. Unter diesem Gesichtspunkt wurden einerseits Versorgungsstrukturen der beiden Städte (basilicae, macella, Foren, Wasserversorgung und Thermen) diskutiert, andererseits waren ebenfalls der Wohnungsmarkt, Mietpreise, die Organisation der Nekropolen und der Wahlkampf um politische Ämter im Gespräch. Die im Workshop erlernten und vertieften Kenntnisse zu den Wirtschaftsstrukturen Kampaniens konnten in Pompeji, Herculaneum und im Nationalmuseum von Neapel angewendet und geprüft werden.
Externe Referenten bzw. Kooperationspartner waren M. Osanna, der Leiter der Ausgrabungen in Pompeji, W. Jongman (Groningen), der Verfasser der maßgebliche Monographie zum Thema, sowie M. Flohr, ehem. Assistant Director des Oxford Roman Economy Project, der zahlreiche Arbeiten zur Wirtschaft Pompejis verfasst hat.

 

  • Datum/Zeit: 07.04.2015 - 12.04.2015, Ganztägig


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