M. Schneider

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Lebenslauf

April 2003 – Mai 2010 Studium der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie (Hauptfach), Geographie  und Mittelalterlichen und Neueren Geschichte (Nebenfächer) an der Universität Bonn.
2010 Jodocus-Hermann-Nünning-Preis 2010 für die Magisterarbeit: „Die frühmittelalterliche Siedlung von Borken-Südwest.“
Dezember 2010 – dato Promotionsstudiengang an der Universität Bonn: „Die Grabungen am Franz-von-Kempis-Weg in Bornheim-Walberberg, Rhein-Sieg-Kreis. Studie zur karolingischen Keramikproduktion und zum mittelalterlichen Siedlungswesen (Arbeitstitel)“
2012-2014 Promotionsstipendium aus Mitteln des Denkmalförderprogramms des Landes NRW.
Mai 2007 – April 2012 Studentische/ Wissenschaftliche Hilfskraft beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland in der Abt. Prospektion.
Seit 2010
(mit Unterbrech.)
Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abt. Vor- und Frühgeschichte.
März-Mai 2013 Konzeption und Umsetzung der Ausstellung „Bewegte Zeiten! Bewegte Menschen?“ im Stadtmuseum Borken.

Forschungsinteressen

  • Archäologie des (Früh-)Mittelalters, speziell Siedlungsarchäologie (Westfalen/ Rheinland) und Keramikproduktion im Rheinland; Archäologische Prospektion

Projektbeschreibung

Die Grabungen am Franz-von-Kempis-Weg in Bornheim-Walberberg, Rhein-Sieg-Kreis. Studie zur karolingischen Keramikproduktion und zum mittelalterlichen Siedlungswesen. (Arbeitstitel)

[Prof. Bemmann]

Die Töpfereiregion des Köln-Bonner Vorgebirges, zu der neben Walberberg insbesondere Brühl-Badorf und Brühl-Pingsdorf zählen, ist im frühen und hohen Mittelalter neben den Werkstätten von Mayen das bekannteste Produktionszentrum im mittel- und nordeuropäischen Raum. Die dort in Massen hergestellten Produkte wurden bis nach Großbritannien und Skandinavien verhandelt.

Das vorliegende Promotionsvorhaben basiert auf den Ausgrabungen des Vor- und Frühgeschichtlichen Instituts der Universität Bonn in Walberberg (2006-2011). Ziel ist es anhand der vor Ort ergrabenen Reste des Töpferhandwerkes die frühe Phase der Keramikherstellung am Vorgebirge im 7. und 8. Jahrhundert genauer zu beleuchten. Anhand des geborgenen, sauber stratifizierten Fundmateriales scheint eine Erweiterung bzw. Verknüpfung der bestehenden Typologien/ Chronologien sehr gut möglich. Um eine Identifizierung der Walberberger Produkte in den Konsumptionsgebieten zu ermöglichen, werden naturwissenschaftliche Untersuchungen (RFA) an ausgewählten Referenzscherben durchgeführt.

Darüber hinaus soll der Frage nachgegangen werden, wie produktiv die damaligen Töpfereien wirklich waren, die in der Literatur immer wieder als fast „industriell“ bezeichnet werden. Verschiedene Kenngrößen sollen hierfür gegenüber gestellt werden: die entsorgten Fehlbrände, rekonstruierte Ofendimensionen, Überlegungen zu Arbeitsaufwand und -organisation und vielfältige Analogien aus historischen Zeiten sowie Erfahrungen der experimentellen Archäologie.

Pubikationsverzeichnis

  • M. Schneider, Die frühmittelalterliche Siedlung von Borken-Südwest. In: V. Tschuschke (Hrsg.), Jodocus-Hermann-Nünning-Preis 2010. Bericht und Dokumentationen aus dem Landeskundlichen Institut Westmünsterland 7 (Vreden 2011), S. 27–36.
  • U. Müssemeier u. M. Schneider, Keramikproduktion der späten Merowinger- und frühen Karolingerzeit in Bornheim-Walberberg, Rhein-Sieg-Kreis. In: L. Grunwald, H. Pantermehl, R. Schreg (Hrsg.), Hochmittelalterliche Keramik am Rhein. Eine Quelle für Produktion und Alltag des 9. bis 12. Jahrhunderts (Mainz 2012), S. 191-208.
  • M. Schneider, U. Müssemeier, J. Bemmann, Funde römischen und fränkischen Lebens im frühmittelalterlichen Töpferbezirk von Walberberg. In: Archäologie im Rheinland 2011 (2012), S. 138–140.
  • M. Schneider, Die frühmittelalterliche Siedlung von Borken-Hovesath. In: Westmünsterland – Jahrbuch des Kreises Borken 2013 (2012), S. 123–127.
  • M. Schneider, Das frühmittelalterliche Dorf von Borken-Südwest in Westfalen. Westmünsterland, Quellen und Studien 22 (Vreden 2013).
  • M. Schneider, Der Luftschutzbunker der alten Volksschule I in Rhedebrügge – Zeuge des Bombenkrieges auf dem Lande. In: Westmünsterland – Jahrbuch des Kreises Borken 2014 (2013).